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Sankt-Anna-Stift
Natruper-Straße 11
49170 Hagen a.T.W.
Tel. (05401) 979-0
Fax (05401) 979-700
www.sankt-anna-stift.de

Dank finanzieller Unterstützung aus Mitteln der GlücksSpirale konnten die Nutzungsmöglichkeiten unserer Räumlichkeiten nochmals deutlich gesteigert werden. Nach Zugang des Bewilligungsschreibens im Oktober 2010 konnten die Montageaufträge für außenliegenden Sonnenschutz der Aufenthaltsräume vergeben werden.


Im Zuge der Umbau- und Erweiterungsplanungen in den Jahren 2000/2001 wurde der Ansatz der segregativen Betreuung für demenziell veränderte Bewohnerinnen und Bewohner ambivalent beurteilt. Unserer ursprünglichen Zielsetzung, eine integrative Betreuung sicher zu stellen, folgte jedoch in jüngerer Vergangenheit als Erkenntnis aus der Praxis zunehmend ein gewisses Konfliktpotential bei der integrativen Gruppenbetreuung.
Auf Grund der sehr engen finanziellen Rahmenbedingungen für die niedersächsische Altenhilfe (auch bzgl. der Anerkennung der umlagefähigen Investitionsfolgekosten) wurden zum damaligen Zeitpunkt solche Räumlichkeiten, die nicht direkt den Pflege- und Betreuungsangeboten zurechenbar waren, nur zurückhaltend geplant. Nun, da inzwischen rd. 46% unserer Dauerpflegekunden Leistungen nach § 87 b SGB XI erhalten, zeigt sich dringender Raumbedarf, um segregative Angebote aufbauen und durchführen zu können.
In den dafür (mangels anderer Räume) auserkorenen Speiseräumen herrschen – wie eingangs angedeutet – bei Sonneneinstrahlung ab den Nachmittagsstunden für unsere Kunden mitunter kaum erträgliche Temperaturen. Auch die Terrasse im Außenbereich kann mangels Beschattungsmöglichkeit bei gutem Wetter nicht für länger dauernde Aufenthalte, also Angebote im Freien, genutzt werden.
Darüber hinaus soll im Zuge dieser Maßnahme die Möglichkeit des ehrenamtlichen Engagements weiter gefördert bzw. ausgebaut werden. Bereits jetzt haben wir durchgehend rd. 25 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die in Vormittagsstunden wertvolle Arbeit leisten. Hier soll weiteres Potential erschlossen und ausgeschöpft werden.
Ein besonderer Schwerpunkt soll dabei die Gewinnung von Schülerinnen und Schülern der benachbarten Haupt- und Realschulen für ehrenamtliches Betreuungsengagement bilden. Wir erhoffen uns dadurch zum einen, den noch nicht oder nicht mehr fest verwurzelten jungen Menschen wöchentliche fixe „Haltepunkte“ anbieten zu können, und zum anderen, den Heranwachsenden eine Einstiegsperspektive in den unter Imageaspekten wenig beliebten Beruf der „examinierten Fachkraft in der Altenpflege“ zu eröffnen. Der bundesweit festgestellte Nachwuchsmangel in diesem Berufsfeld ist eklatant. Eine stundenweise „niedrigschwellige“ Nachmittagsbetreuung kann hier helfen, jungen Menschen ihre potentiellen Ängste zu nehmen. Somit würden auf lange Sicht letztlich nicht nur unsere Bewohnerinnen und Bewohner von der Maßnahme profitieren. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen erhalten die Chance, einen sinnerfüllenden Beruf zu ergreifen.